Bericht des Monats Dezember 2014

  • In diesem Jahr sollte es endlich klappen mit dem Tarpon auf Fliege. Die Fliegen waren gebunden, die Schnur aufgespult und die Rute repariert.
    Flug nach Fort Myers lief wie geschmiert und der Mietwagen Mazda 5 groß genug. Die Wettervorhersagen waren auch in Ordnung, also konnte es losgehen. Gleich am ersten Morgen früh raus und an den Strand. Genial! Die Tarpone rollen und die Baitfische fliegen aus dem Wasser.
    10 Minuten und der Spuk ist vorbei. Ich hatte maximal 10 Würfe gemacht und die Stelle war wie ausgestorben. Nach 2 Stunden erfolglosem Fischen erst mal nach Hause zum frühstücken . Danach Stellenwechsel und zum Fishing-Pier.
    Jede Menge Angler, die mit XXL-Ruten und Rollen wohl Moby Dick fangen wollten.
    Außer einem Rochen und einem ca.1 m Hai kam aber nix. Bei mir biss auch nichts vernünftiges und so zogen wir wieder ab. So versuchte ich mein Glück an den verschiedensten Angelplätzen. Der Blindpass zwischen Sanibel und Captiva ist eigentlich immer ein sicheres Revier
    für Redfisch und Snook. Leider immer nur untermaßige Fische.










    Snook am Blindpass.jpg








    Fast jeden Morgen buckelten und fraßen die Tarpone beim hell
    werden an meinem Strandabschnitt.






    http://youtu.be/D-4PUN28x4I






    Leider bekam ich keinen Biss . Nach einer Woche mit hohen
    Wellen, bei denen man nicht mit Fliege auf Tarpon fischen konnte, hatte sich
    das Wetter beruhigt und das bekannte buckeln am Morgen war wieder nach nur 10
    min. vorbei. Danach fuhr ich mit dem Fahrrad zu meinen schweizer Freunden an
    einen anderen Strandabschnitt, wo aber auch nicht so richtig was los war. Also
    kurz vor dem Frühstück noch mal zum
    häuslichen Strandabschnitt. Ich sah schon von weitem die raubenden Tarpone
    hinter der 1. Sandbank. Also rein ins Wasser und die Black Death ins Wasser.
    Strip,strip,strip,stri.....Hänger auf der Sandbank? Die linke Hand hält die
    Schnur bis kurz vor dem zerreißen und dann geht die Post ab. Mein erster Tarpon auf Fliege zieht Richtung
    Horizont und ich bin abgebrüht genug, die GoPro einzuschalten, bevor der Fisch
    das erste Mal springt.






    http://youtu.be/X5L1kcpZEjU






    Ein Kampf auf biegen und brechen beginnt. Nach mehreren
    Fluchten habe ich den gigantischen Fisch auf Sichtweite herangedrillt und laufe
    parallel zum Ufer mit ihm spazieren. (Eher er mit mir);-)



    https://www.youtube.com/watch?v=BXGe7E37JbU






    Irgendwann versuche ich , ihn zu kehren, was mir auch gelingt. In dem Moment kommt mir die
    Schnur entgegen geflogen und der Fisch ist ab! Die Fliege ist noch dran und ich
    bin trotz des verlorenen Fisches happy.






    http://youtu.be/9hTQnwrfVLs






    Das Tauziehen dauerte nach der Zeitanzeige der GoPro über 21
    Minuten.



    Mit breitem Grinsen ging ich zum Frühstück und musste meiner
    Familie meine Großtat schildern. Die waren auch froh, dass Papa das Lachen
    wieder gefunden hat und freuten sich mit mir. Gleich anschließend ging es
    wieder an den Strand. Die Fische raubten noch direkt in der ersten Rinne und
    ich bekam den nächsten Biss! Hätte ich bloß die Schnur kontrolliert. Das 100
    Pfund- Vorfach riß genau am Übergang zur Fliegenschnur. Trotz aller
    Bemühungen wollte bei mir kein Tarpon mehr anbeißen. Die Temperatur fiel um 10
    Grad und der Wind frischte auf. Die Tarpone waren weg.



    Sehr schade. Nun muss ich noch einmal wiederkommen und es
    erneut versuchen, einen Tarpon auf Fliege zu landen.






    Was sonst noch so hängen bleibt.




    Jack Cravelly.jpgSnook.jpg
    Jack und Snook




    Krabbe.jpgSunset.jpg
    fette Krabbe und der obligatorische Sonnenuntergang






    Allen ein schönes Weihnachten und guten Rutsch!!!